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Great Barrier Reef
 Foto: Great Barrier Reef
Das Great Barrier Reef ist das größte lebende Korallenriff der Erde vor der Küste von
Queensland in Australien. Es reicht vom südlichen Wendekreis bis vor die Mündung des Fly
River bei Papua Neuguinea. Es ist fast 2000 Kilometer lang und umfaßt eine Fläche von ca.
200.000 Quadratkilometer, über 2500 Einzelriffe liegen zwischen 30km
(bei Cairns) und 260km vor der Festlandsküste entfernt.
Es besteht aus verschiedenen Rifftypen und aus mehr als 2500 Einzelriffen (760 davon sind äußere Riffe). Das Riff sitzt dem Schelfrand auf, liegt größtenteils 0,5 bis 3 Meter unter
Hochwasserniveau und wird von etwa 600 meist unbewohnten kontinentale oder Hochinseln überragt. Von diesen rund 600 Inseln sind lediglich 18 touristisch erschlossen. Durch den stark zunehmenden Tourismus ist die einzigartige Ökologie des Riffs gefährdet. Unachtsame Taucher sollen bereits mindestens 50.000 Korallenbänke zerstört haben. Mittlerweile ist das Sammeln von Korallen verboten und wird von der "Great Barrier Reef Marine Park Authority" (GBRMPA) mit hohen Geldstrafen belegt.
Doch nicht nur der Tourismus, sondern auch der sich stark ausbreitenden Dornenkronenseestern bedroht das Riff. Die UNESCO erklärte 1983 fast das gesamte Great Barrier Reef zum Weltkulturerbe und es wurde als Marine-Park unter Naturschutz gestellt.
Etwa 14.000 Arten von Meerestieren haben ihren Lebensraum im Great Barrier Reef, darunter
1.500 Arten von Fischen, wie z.B. Kaiser- und Doktorfisch, Korallen-Forelle, Manta-Rochen, Haie und der tödliche Steinfisch. Neben Korallen in einer unvorstellbaren Vielfalt gibt es die Riesenmuschel, Delfine, Wale, Seekühe und sechs Schildkrötenarten, für die das Great Barrier Reef ein Brutgebiet von überlebenswichtiger Bedeutung ist. Buckelwale kommen aus der Antarktis und bringen ihre Jungen in den Gewässern des Riffs zur Welt. Jedes Jahr zur Zeit der Wal-Wanderungen kann der äußerst seltenen Wal-Hai beobachtet werden. Er ist ein ungefährlicher Planktonfresser, der jedoch gigantische Ausmaße hat, aber dennoch zur Familie der Haie gehört.
Zu den 240 Arten von Vögeln, die die Inseln des Riffs bewohnen, zählen unter anderem Seeadler, Ibisse, Reiher und Fregattenvögel.
Das Great Barrier Reef wird als das größte Lebewesen dieser Erde oder als die „Regenwälder des Meeres“ bezeichnet. Dennoch sterben durch die globale Erwärmung immer mehr der Korallen ab und zurück bleiben nur kahle bleiche Stöcke. Es gibt neue künstliche Methoden tote Riffe wieder anzusiedeln, doch ob sich die Hoffnungen der Forscher erfüllen, ist fraglich.
Infoseite: Great Barrier Reef
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